Inklusion bedeutet für uns, dass die Türen der Kita „Kleiner Globus“ offen für alle Kinder und ihre Familien sind, unabhängig davon, ob die Kinder geistig, psychisch oder körperlich beeinträchtigt sind oder eine Hochbegabung haben. Ob sie einer anderen Kultur oder Religion angehören, eine andere Sprache sprechen, einen Migrationshintergrund, Fluchterfahrungen haben oder in anderer Weise besonders sind, in unserem pädagogischen Alltag wollen wir alle Kinder mitnehmen. Inklusion bedeutet für uns auch, dass sich unsere Kita Kindern mit besonderen Bedürfnissen anpasst und nicht umgekehrt. Vielfalt ist für uns Normalität, der wir ressourcenorientiert und wertschätzend begegnen.

Was meint Inklusion in unserer pädagogischen Praxis?

• Das Recht der Kinder auf qualitativ hochwertige Erziehung, Bildung und Betreuung erkennen wir an.
• Wir sehen die Unterschiede zwischen den Kindern als Chance für gemeinsames Spielen und Lernen.
• Die Beteiligung der Kinder bei der Alltagsgestaltung in der Kita ist für uns selbstverständlich.
• Wir fördern die Entwicklung der Gemeinschaft zum Beispiel durch gemeinsame Rituale, Aktivitäten und Gruppenspiele.
• Leistungsentwicklungen der Kinder erkennen wir an. Talente und Begabungen greifen wir auf und ermöglichen den Kindern so, diese weiterzuentwickeln.
• Wir bauen die Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation für alle Kinder ab, nicht nur für jene mit Beeinträchtigungen.
• Unser Ziel ist es, das Wohlbefinden eines jeden Kindes aufrechtzuerhalten bzw. zu erhöhen.

Die Inklusion in der Kindertageseinrichtung „Kleiner Globus“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Inklusion in der gesamten Gesellschaft.

In unserer Kita haben wir 8 Integrationsplätze für Kinder mit Förderbedarf. In Elterngesprächen, Fallbesprechungen und der intensiven Zusammenarbeit mit externen Fachkräften tauschen wir uns über den Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes aus, planen unser pädagogisches Handeln, sprechen uns ab und formulieren gemeinsame Förderziele.

Den Kindern mit Integrationsstatus und auch anderen Kindern, die mit Lebenserschwernissen z.B. Fluchterfahrung, traumatischen Erlebnissen und Entwicklungsverzögerungen konfrontiert sind, stehen zusätzliche wertvolle Angebote zur Verfügung:

Kinder fördern – Familien stärken – Arbeit am Tonfeld

Natürliche gesunde Entwicklung zu begleiten, zu fördern oder grundlegend aufzubauen steht bei der Arbeit im Tonfeld im Vordergrund. Jegliche Ausdrucksform der Hände (z.B. Hyperaktivität, übertriebene Schüchternheit, sowie Angepasstheit) zeigt über die Haptik in den Bewegungen der Hände das verborgene Entwicklungspotential. Mit Hilfe des Begleiters können Blockaden gelöst werden und neue Lösungen für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung gefördert werden.

 

Kunsttherapie

„Meine Arbeit als Erzieherin und Kunsttherapeutin grenzt sich ab von einem therapeutischen Wirken im engeren, klinischen Sinn. Im Rahmen einer zusätzlichen Förderung im Einzelsetting entstehen für die Kinder aber reichhaltige Entwicklungschancen. Ganz im Zentrum steht oft, dass die Kinder sich im Umgang mit dem Material selbst spüren und durch diese erlebte Selbstwirksamkeit mehr Selbstsicherheit gewinnen. Durch das Gestalten schaffen die Kinder oft auch Ausdruck von Erlebtem, zu dem sie im Gruppensetting vielleicht nicht in dieser Form Zugang gefunden hätten.“ (Claudia Zöllner, Erzieherin und Kunsttherapeutin)

Waldindianer unterwegs – Heilpädagogische Arbeit mit verhaltensauffälligen und traumatisierten Kindern im Setting Wald

Seit Oktober 2017 sind die „Waldindianer“ in den Wäldern um Dresden herum unterwegs. Die „Waldindianer“ sind Vorschulkinder, die einen besonderen Förderbedarf haben bzw. auffälliges Verhalten zeigen, deren sprachliche Entwicklung verzögert ist oder die traumatische Fluchterfahrungen haben. Viermal wöchentlich geht eine Pädagogin mit bis zu 5 Kindern, darunter jeweils 1 bis 2 Kinder mit Förderbedarf, in den Wald. Dieses Angebot dient der ganzheitlichen Förderung der Kinder, die sich in diesem besonderen Setting die Welt mit allen Sinnen aneignen können. Die Kinder, frei von räumlichen Begrenzungen und strukturierten Tagesabläufen, kommen so zur Ruhe, finden zu sich und ins Spiel, werden selbst wirksam und erlangen durch ihr Tun Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

Wenn Sie mehr über das Thema „Inklusive Kita“ wissen wollen:

Informationsbroschuere_Inklusive_Kita_–_Eine_Kita_fuer_alle