Mehrsprachigkeit

Die Kinder unserer Kita sprechen verschiedene Sprachen. Es sind die Sprachen ihrer Familien und ihres Herzens. Mit ihnen teilen sie sich ihrer Umwelt mit und beschreiben ihre Lebenswelt (Gegenstände, Tätigkeiten, Personen etc.). All diese verschiedenen mitgebrachten Sprachen erfahren bei uns die gleiche Wertschätzung und finden sich im Kita-Alltag wieder, so dass kein Kind bzw. keine Familie eine Abwertung der eigenen Familiensprache erfahren muss und damit eine Abwertung der eigenen kulturellen Identität. Sprachförderung in unserer Kita hat vor allem zum Ziel, die Kinder zu kompetenten Sprechern der deutschen Sprache zu erziehen. In unseren Immersionsgruppen hat ein Teil der Kinder zudem die zusätzliche Chance, Russisch zu erwerben. Sprachförderung in unserer Kita soll aber auch heißen, dass Kindern durch die pädagogische Arbeit Lust auf andere Sprachen und Kulturen gemacht wird. Im Kleinen Globus

  • werden Sprachen hörbar und erfahrbar (Sprachmelodien, Laute, Emotionen)
  • lernen Kinder verschiedene Begriffe für Gegenstände, Tiere, Tätigkeiten… aus verschiedenen Sprachen
  • hören Kinder Tierlaute in verschiedenen Sprachen und ahmen diese nach
  • lernen Kinder der Vorschule Buchstaben verschiedener Alphabete kennen
  • kommt eine Vielfalt an Spielen, Spielzeug, Bilderbüchern, CDs zum Einsatz
  • werden Räume vielfältig ausgestaltet

Die pädagogischen Fachkräfte, Eltern und eine Logopädin arbeiten bei uns zusammen. Die Kinder wirken aktiv mit. Logopädische Begleitung soll ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit sein. Wir kooperieren dafür mit einer logopädischen Praxis.

 

Der Spracherwerb in unseren Immersionsgruppen

Der Begriff Immersion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Eintauchen“. Die Kinder in unseren Immersionsgruppen werden in die Sprache und ihr Sprachumfeld eingetaucht. Je früher Kinder in ein solches „Sprachbad“ getaucht werden, desto besser. Außer Immersion, die eine selbstverständliche Begegnung und einen Umgang mit den Sprachen darstellt, werden keine besonderen  Sprachlernmethoden angewandt. Die Sprachen werden nicht gelernt, sondern erworben – auf ganz natürliche Art und Weise. Der Alltag in unseren Immersionsgruppen ist konsequent zweisprachig aufgebaut. Die Kinder in diesen Gruppen begegnen und erleben gleichwertig zwei Sprachen und ihre TrägerInnen (ErzieherInnen und andere Kinder, die zum Teil diese zweite Sprache bereits beherrschen). Sie müssen sich der jeweiligen Sprache bedienen, um sich zu verständigen und am Gruppengeschehen teilnehmen zu können. Wir arbeiten nach dem Prinzip „Eine Person – eine Sprache“: zwei pädagogische Fachkräfte („A“ und „B“) In der ersten Erprobungsphase der Immersionsmethode in unserer Einrichtung wird zum „Eintauchen“ für unsere Kinder die russische Sprache angeboten.